Erfolgreiche Gründungsförderung auf amerikanisch

Dr. Gerold Holtkamp (2. v. r.) und Dr. Marion Titgemeyer (3. v. r.), Osnabrücker Hochschulen, treffen in den USA Brian Goldstein, Rebecca Coyle, James King und Jinshui Zhang (v. l. n. r.), alle NYC Small Business Development Center, und Lori Thompson (2. v.r.), State University of New York

New Yorker zeigen sich interessiert am Osnabrücker Konzept des neuen Wissenschaftsparks

[Osnabrück, 24.02.2012].

Während ihrer USA-Reise im Februar besuchten Dr. Gerold Holtkamp und Dr. Marion Titgemeyer, Gemeinsame Technologie-Kontaktstelle der Osnabrücker Hochschulen, auch die Zentrale des Small Business Development Centers des Staates New York. Die Vereinigten Staaten gehören zu den Ländern mit den höchsten Gründungszahlen. Deutschland liegt dagegen im internationalen Vergleich mit anderen Industriestaaten weit zurück.

Im gesamten Staat New York finden sich bereits seit Jahren auf dem Gelände der lokalen Universitäten Niederlassungen des Small Business Development Centers. Dort erhalten Gründer und Jungunternehmer umfassende Unterstützung auf dem Weg in die berufliche Selbständigkeit. Verwaltet werden die Zentren durch die Hochschulen. Während der Osnabrücker Gründungsservice das Augenmerk auf High Tech-Start ups legt, fördern die amerikanischen Center vorrangig kleinere Dienstleistungsunternehmen.

Die Osnabrücker stellten in Vorträgen ihre Aktivitäten im Bereich des Transfers von Technologien und Wissen aus den Hochschulen vor. Sie erläuterten die langjährige Kooperation unserer Hochschulen mit den Wirtschaftsförderern aus Stadt und Landkreis Osnabrück. Besonders interessiert zeigten sich die New Yorker am Konzept des entstehenden Osnabrücker Wissenschaftsparks und des darin beheimateten InnovationsCentrums (ICO). Hier ist geplant, ab 2013 die Gründungsförderung der Hochschulen und der Wirtschaftsförderer direkt am Campus im ICO zu bündeln.

Schnell wurde deutlich, dass das neue Osnabrücker Konzept eines gemeinsamen Zentrums für Gründungsförderung mit unmittelbarem Hochschulanschluss bereits seit Jahren erfolgreich in Übersee praktiziert wird. So betreuen die New Yorker Small Business Development Center alle Gründungswilligen professionell an den Hochschulen. Daneben werden dort mehrere Business-Inkubatoren vorgehalten, die Jungunternehmern Räumlichkeiten und Labore bieten. Auch dies wird in Osnabrück mit Errichtung des ICO realisiert werden. Für die Zukunft beschlossen die Osnabrücker und ihre amerikanischen Kollegen eine weitere Zusammenarbeit auf dem Feld der Gründungsförderung aus Hochschulen.

 

Entrepreneurship Education Project Next Steps

Der Gründungsservice der Osnabrücker Hochschulen ist Partner im internationalen Project Next Steps in Kooperation mit der Illinois State University. In einer Studie sollen die Auswirkungen von gründungsbezogenen Veranstaltungen ermittelt und einem Ländervergleich unterzogen werden.

Alle Studierenden der Universität und der Hochschule Osnabrück sind herzlich eingeladen, den Fragebogen in deutscher Sprache auszufüllen unter:

http://www.surveymonkey.com/s/Osnabrueck

Weiterführende Informationen zum Projekt finden Sie unter:

http://entrepeduc.org/project-background/

 

18.000 Euro für das Osnabrücker Coffee-Bike-Gründerteam

Dr. Marion Titgemeyer unterstützt die beiden Coffee-Bike-Jungunternehmer Tobias Zimmer (links) und Jan Sander (rechts)

Osnabrücker Hochschulen freuen sich mit dem erfolgreichem Gründerteam

[OSNABRÜCK, 26.10.2011].

Begonnen hat alles während eines Dänemark-Urlaubes im Jahr 2009. Aus diesen Ferien brachten die heutigen Jungunternehmer Tobias Zimmer und Jan Sander ihr Geschäftsidee mit: Verkauf hochwertiger Kaffeespezialitäten von einem Fahrrad. Das erste Coffee-Bike bauten die Absolventen betriebswirtschaftlicher Studiengänge mit ihren Vätern – klassisch wie viele später erfolgreiche Gründer in der eigenen Garage. Nach Studienabschluss der Schritt in die berufliche Selbständigkeit. „Im Januar 2011 war es endlich soweit: Nach unzähligen Arbeitsstunden und langen Nächten verkauften wir unseren ersten Kaffee im Eingangsbereich eines Einkaufszentrums bei Hannover. Inzwischen gehören die Coffee-Bikes auch fest zum Stadtbild in unserer Heimat Osnabrück.“ berichtet Jan Sander.

Aufgrund der großen Nachfrage nach den rollenden Verkaufsständen, die auch für Events gemietet werden können, wuchs schnell der Bedarf an weiteren Fahrrädern. Da kam das breite Unterstützungsangebot der Osnabrücker Hochschulen gerade recht: „Im Gründungsservice der Universität und der Hochschule finden unsere Studierenden, DoktorandInnen, wissenschaftlichen MitarbeiterInnen und ProfessorInnen fachkundige Unterstützung. Neben regelmäßigen Lehrveranstaltungen bieten wir eine individuelle Gründungsberatung, die wie im Falle der Coffee-Bike GmbH auch Finanzierungsfragen umfasst.“ erläutert Dr. Marion Titgemeyer, Gründungsservice der Osnabrücker Hochschulen.

Den weiteren Weg beschreibt der Diplom-Kaufmann Tobias Zimmer so: „Auf Rat von Frau Dr. Titgemeyer vom Gründungsservice haben wir uns entschlossen, einen Antrag im Programm „GründerCampus Niedersachsen“ auf 18.000 Euro zu stellen. Wir freuen uns sehr, dass wir die Förderung bekommen haben und möchten das Geld unter anderem in ein weiteres Coffee-Bike investieren.“ Anders als andere Fördermöglichkeiten für GründerInnen aus Hochschulen wendet sich das niedersächsische Förderprogramm an Hochschulangehörige, deren Unternehmensgründungen weniger auf wissenschaftliche Ideen bzw. Forschungsergebnisse aus dem Studium, sondern auf die Umsetzung praktischer Kenntnisse zurückgehen.

 

priME-Cup 2011 abgeschlossen

[OSNABRÜCK, 30.09.2011]

Impressionen aus allen vier Stufen des Planspielwettbewerbs finden Sie undefinedhier.

Internationaler Preis geht nach Osnabrück

Preisverleihung in Aberdeen: Dr. Marion Titgemeyer (links) und Dr. Gerold Holtkamp (Mitte) von den Osnabrücker Hochschulen bekommen von Dr. Heather Fulford, Robert Gordon University, die Auszeichnung überreicht

Wissenschaftliche Studie über Doktoranden der Universität Osnabrück wird in Schottland ausgezeichnet

[OSNABRÜCK, 26.09.2011].

Der diesjährige Preis für den besten Poster-Beitrag der European Conference on Innovation and Entrepreneurship (ECIE 2011) geht an Dr. Gerold Holtkamp und Dr. Marion Titgemeyer von der Gemeinsamen Technologie-Kontaktstelle der Osnabrücker Hochschulen. Die Osnabrücker hatten sich in einer empirischen Studie mit den DoktorandInnen der Universität Osnabrück auseinandergesetzt. Im Mittelpunkt der Untersuchung stand das Interesse der Promovierenden an einer eigenen Unternehmensgründung.

„Wir wollten wissen, wie unsere DoktorandInnen dazu stehen, eine eigene Firma zu gründen. Sie sind während ihrer Promotion zu Experten für ein Thema geworden, das unter Umständen Ausgangspunkt für eine Geschäftsidee von hoher Qualität sein kann. Unsere Ergebnisse zeigen, dass unter den Osnabrücker DoktorandInnen großes Interesse an einer eigenen Selbständigkeit besteht. Nicht wenige sind bereits JungunternehmInnen. Dies hilft uns, unsere Unterstützungsangebote an gründungsinteressierte Promovierende weiter zu verbessern.“ erklärt Dr. Gerold Holtkamp.

Vergangene Woche präsentierten Dr. Gerold Holtkamp und Dr. Marion Titgemeyer ihre Resultate in einem Vortrag und auf einem wissenschaftlichen Poster bei einer einschlägigen internationalen Konferenz in Aberdeen (Schottland). Mit ihrer Analyse setzten sie sich gegen starke internationale Konkurrenz aus fünf Erdteilen durch. Dr. Heather Fulford von der Robert Gordon University, Aberdeen, hob bei der Preisverleihung insbesondere den hohen Innovationsgrad der Studie und die richtungsweisenden Ergebnisse vor. „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung und planen, unsere Studie international – z. B. auf die USA und das Vereinigten Königreich – auszuweiten. Erst dann werden wir sagen können, ob unsere Resultate auch interkulturell übertragbar sind.“ gibt Dr. Marion Titgemeyer einen Ausblick in die weitere Zukunft. Zur Tagung waren im Vorfeld über 300 Abstracts eingereicht worden, von denen Gutachter ca. 100 zur Präsentation bei der Konferenz in Schottland auswählten.