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Messen

Die Technologie-Kontaktstelle organisiert die Teilnahme von WissenschaftlerInnen der Osnabrücker Hochschulen an den beiden großen Hannover Messen.

Kontakt:
Ursula Butzke
0541 / 969-2050
u.butzke(at)wt-os.de

 

 

Ideenexpo 2013

24.08-01.09.2013

Die Hochschule und Universität Osnabrück sind mit 3 Exponaten auf der Ideenexpo 2013 in Hannover vertreten

Geheimtinte aus Nanoteilchen

Geheime Nachrichten, Energiewandlung oder Leiterbahnen auf Papier - all dies ist möglich mit Nanoteilchen. Nanoteilchen sind kleiner als ein Tausendstel der Dicke eines Haares und können in Flüssigkeiten gelöst werden. Die Geheimtinte ist nach dem Eintrocknen im Tageslicht unsichtbar und wird unter einer Schwarzlichtlampe sichtbar. Sogenannte halbleitende Nanoteilchen können in der richtigen Kombination aus einem Temperaturunterschied eine Spannung erzeugen und mit metallischen Nanoteilchen sind Strom-Leiterbahnen auf verschiedensten Oberflächen realisierbar.

Unendliche Lebensdauer von Konstruktionswerkstoffen

Ob große Windkrafträder, Motoren, Räder - überall wo etwas in Bewegung ist besteht die Gefahr des Versagens durch Ermüdungsbrüche. Zu verstehen, warum Werkstoffe nach Milliarden von Schwingungen plötzlich kaputt gehen, gehört seit der Industrialisierung zu einer der wichtigsten wissenschaftlich-technologischen Herausforderungen.

Auf dem Messestand solle eine piezoangetriebene Ultraschallermüdungsmaschine aufgebaut werden, mit der kleine Werkstoffproben in relativ kurzer Zeit bis zum Bruch beansprucht werden können. Während der Versuche können die Besucher den Fortgang der Schädigung mit einem angebauten Lichtmikroskop verfolgen. Über einen großen LCD Monitor wird den Besuchern anschaulich erklärt, wie diese Beobachtungen umgesetzt werden können um a) die Lebensdauer vorherzusagen und b) ermüdungsresistente Werkstoffe, für z. B. biomedizinische Implantate, Zahnräder etc. abzuleiten. Anhand von Exponaten und einem weiteren Lichtmikroskop wird dies begreifbar.

Inkjet-Drucken von Nanoteilchen

Die Inkjet-Technologie mit Schwarz und Farbpatronen zum Ausdruck von Text und Bild am Computer kennen alle. Fluoreszierende, halbleitende bzw. leitende Nanoteilchen in Tintenform können in neuen "Materialdruckern" ebenfalls verdruckt werden. Es ergeben sich ganz neue Anwendungen im Bereich Authentifizierung (Geheimtinten), Energiewandlung

(Thermoelektrik) und flexible Elektronik (gedruckten Schaltungen auf Papier oder Folie).

CeBIT 2013 (05.-09. März 2013 in Hannover)

Exponat: SEMPHIS

Universität Osnabrück
Prof. Dr. Oliver Thomas
Institut für Informationsmanagement und Unternehmensführung
Fachgebiet: Informationsmanagement und Wirtschaftsinformatik


Bei SEMPHIS handelt es sich um wissensbasierte Konstruktionen von Geschäftsprozessmodellen.Innovativ ist, dass die Durchführung von Prozessreorganisations- und Implementierungsprojekten durch ein neuartiges Softwarewerkzeug beschleunigt und die Qualität und die Analysefähigkeit der in diesen Projekten erzeugten Prozessmodelle verbessert wird.

Bei der Algorithmischen Analyse wurde ein Framework zur Analyse und Auswertung großer Datenbestände geschaffen. Grundlage ist auf der einen Seite die Analyse von Aktienmarktdaten und Kursverläufen sowie die systematische Auswertung etablierter Analysemethoden und Mustererkennung in sehr großen Datenbeständen; auf der anderen Seite das Thema Web-, Text- und Sentiment-Mining, bei dem Foren, Webseiten, soziale Netzwerke oder andere digitale Textquellen durchsucht und analysiert werden, beispielsweise um in sozialen Netzwerken Stimmungen zu erkennen. Verschiedene Techniken werden untersucht, miteinander verglichen und visualisiert. Die Ergebnisse können Ausgangspunkt verschiedener Anwendungen sein. So sollen Modelle zur Vorhersage von Aktienkursverläufen entwickelt werden; die Stimmungsanalyse in sozialen Netzwerken könnte Firmen Aufschluss über die Akzeptanz von Produkten liefern, und semantische Ähnlichkeitsmaße könnten die Suche nach Informationen in großen Datenbeständen etwa für Support-Dienstleister erleichtern oder teilautomatisieren.

Exponat: Was denkt das Web? Algorithmische Analyse von Trends und Stimmungen

Universität Osnabrück
Prof. Dr. Oliver Vornberger
Institut für Informatik

Im Rahmen einer Projektgruppe des Master-Studiengangs Informatik entwickeln elf Studenten und ein wissenschaftlicher Mitarbeiter ein Framework zur Analyse und Auswertung großer Datenbestände.

Grundlage ist auf der einen Seite die Analyse von Aktienmarktdaten und Kursverläufen sowie die systematische Auswertung etablierter Analysemethoden und Mustererkennung in sehr großen Datenbeständen; auf der anderen Seite das Thema Web-, Text- und Sentiment-Mining, bei dem Foren, Webseiten, soziale Netzwerke oder andere digitale Textquellen durchsucht und analysiert werden, beispielsweise um in sozialen Netzwerken Stimmungen zu erkennen.

Verschiedene Techniken werden untersucht, miteinander verglichen und visualisiert. Die Ergebnisse können Ausgangspunkt verschiedener Anwendungen sein. So sollen Modelle zur Vorhersage von Aktienkursverläufen entwickelt werden; die Stimmungsanalyse in sozialen Netzwerken könnte Firmen Aufschluss über die Akzeptanz von Produkten liefern, und semantische Ähnlichkeitsmaße könnten die Suche nach Informationen in großen Datenbeständen etwa für Support-Dienstleister erleichtern oder teil-automatisieren.

Das Projekt deckt gleich zwei aktuelle Themen ab. Zum einen sorgt die Finanzkrise und in diesem Zusammenhang oft der Aktienhandel weiterhin für Schlagzeilen. Gerade die Praktik des so genannten Hochfrequenz-Aktienhandels, bei dem teilweise automatisiert auf bestimmte Handelsindikatoren hin innerhalb von Sekunden Papiere ge- und verkauft werden, steht derzeit in der Kritik. Wir untersuchen verschiedene dieser Indikatoren über einen Zeitraum mehrerer Jahre und prüfen, ob eine (gewinnbringende) Vorhersage überhaupt möglich ist.

Ein ganz anderes hochaktuelles Thema ist das der semantischen Analyse von Texten. Als Apple mit "Siri" den persönlichen Assistenten im Handy vorstellte, war die Allgemeinheit von der Spracheingabe beeindruckt. Einen weitaus bedeutsameren Durchbruch stellt aber die semantische Analyse der Eingabe dar, also das in Beziehung setzen der Frage "Wie ist das Wetter?" mit "Brauche ich einen Regenschirm?". Wir versuchen semantische Ähnlichkeit einzusetzen, um im Web und sozialen Netzwerken nach Meinungen zu suchen. Finden viele Nutzer ein bestimmtes Produkt gut oder schlecht? Diese Information kann nicht nur auf die Finanzmarktdaten rückbezogen werden, sondern auch wertvolle Information für Firmen sein, die Ihr Image oder das ihrer Produkte verfolgen wollen.


Hannover Messe 2013 (05.04-12. April 2013 in Hannover)

Exponat: "Modularer Energiespeicher"

Hochschule Osnabrück
Prof. Dr.-Ing. Hans-Jürgen Pfisterer
Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik
Labor für Elektrische Energietechnik

Halle 2 Stand A10

Es wird ein modulares Energiespeichersystem präsentiert. Es kann sowohl in Wohnhäusern als dezentraler Energiespeicher in Kombination mit regenerativen Energien und BHKW betrieben werden als auch in Industrie- und Handelsbetrieben zur Pufferung von Energie bei Prozessen hoher fluktuierender Leistungsaufnahme. Das System ist modular aufgebaut und kann jederzeit mit verschiedenen Speichermedien (Batterien, chem. Speichern, Ultracaps, Schwungmassenspeichern) erweitert werden. Selbstverständlich ist das System auch im Bereich smart grid einsetzbar. Es ermöglicht eine einfache individuell auf den Anwendungsbereich zugeschnittene Projektierung eines Speichersystems zur Netzstützung.

Durch den modularen Aufbau und den Verzicht auf ein zentrales Speichermanagement kann eine Speichereinheit ideal für eine spezielle Anwendung geplant werden. Mit dem Einsatz von Standardmodulen können sehr individuelle Anwendungsbereiche bedient werden.
Es wird ein Energiespeicher gezeigt, der aus verschiedenen Speichermedien besteht und sowohl im netzparallelen Betrieb als auch im Inselnetzbetrieb einen Verbraucher speist.

 

Exponat: "EMOTEC (Empower Mobile Technical Customer Services)"
Mobile Assistenzsysteme im Technischen Kundendienst

Universität Osnabrück
Prof. Dr. Oliver Thomas
Institut für Informationsmanagement und Unternehmensführung
Fachgebiet: Informationsmanagement und Wirtschaftsinformatik

Halle 2 Stand A10

Innovativ ist, dass ein Baukasten mobil nutzbarer Komponenten entwickelt wird, die sich zu einem umfassenden mobilen Assistenzsystem für den Technischen Kundendienst kombinieren lassen. Durch den Einsatz dieser Komponenten kann die Produktivitätsmessung verbessert und der Grad der Selbstbestimmung und Autonomie der Kundendiensttechniker erhöht werden.

Gezeigt wird, neben einem Poster, das die Projektstruktur und die Ergebnisse zeigt, ein prototypisches mobiles System für den Technischen Kundendienst, das Komponenten aus dem Baukasten umsetzt. Die Nutzeroberfläche des mobilen Systems soll auf einem großen Bildschirm präsentiert werden.